
Glasgeländer Technische Spezifikationen: VSG, ESG, Windlast & Normen
Richtige Glaswahl für Geländerprojekte: VSG-Verbundsicherheitsglas vs. ESG-Einscheibensicherheitsglas. Windlastberechnung nach EN 1991-1-4, Lastklassen 1,5-7,0 kPa und Montagesysteme nach DIN 18065.
VSG vs ESG: Unterschiede
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) zerfällt bei Bruch in kleine, stumpfe Fragmente. VSG (Verbund-Sicherheitsglas) bleibt durch die PVB-Zwischenschicht zusammen. Für Glasgeländer ist VSG vorgeschrieben — bei Bruch muss die Scheibe als Barriere erhalten bleiben.
Glasdickenauswahl
Die Glasdicke richtet sich nach Windlast, Geländerhöhe und Stützweite gemäß EN 16612. Typische Spezifikationen: 2×6 mm VSG für Wohnbau, 2×10 mm für Gewerbe, 2×12 mm oder 2×15 mm für Hochhäuser und windexponierte Standorte. PVB-Zwischenschicht: 0,76 mm oder 1,52 mm.
Heißlagerungstest (HST)
Thermisch vorgespanntes Glas kann durch Nickelsulfid-Einschlüsse spontan brechen. Der Heißlagerungstest nach EN 14179-1 (290°C, 4 Stunden) lässt betroffene Scheiben in der Fabrik versagen statt am Bauwerk. HST wird für alle Glasgeländer empfohlen und ist bei sicherheitskritischen Anwendungen Pflicht.
Ausschreibungstext
Eine vollständige Glasgeländer-Ausschreibung umfasst: Glasart (VSG-ESG), Scheibendicke, Zwischenschichttyp, Kantenbearbeitung, Oberflächenbehandlung, HST-Anforderung, maximale Panelmaße, Lastanforderungen nach EN 1991-1-1 und relevante DIN-Normen.


